We are on fiji time!

Bula, meine Lieben und herzlich Willkommen in Fidschi.

Für zwei Wochen sind Linda und ich in das absolute Paradies geflogen und hatten einen der schönsten Urlaube überhaupt. Doch bevor ich von unserem Inselhopping-Trip erzähle, erstmal ein paar Eckdaten zu Fidschi:

Die 332 Inseln, von denen nur 110 bewohnt sind liegen östlich von Australien und ca. 2000 Kilometer nördlich von Auckland. Auf den insgesamt 18.333 km² (zum Vergleich Deutschland: 357.375 km²) leben ca. 890.000 Menschen, die meisten davon auf den beiden Hauptinseln Viti Levu und Vanua Levu, welche neun Zehntel der Landesfläche umfassen. Die parlamentarische Demokratie besteht zu 57,3 % aus Angehörigen der ursprünglichen fidschianischen Bevölkerung und zu etwa 37,6 % aus Indern. Gesprochen wird Fidschianisch, Fidschi-Hindi und Englisch, welches während der Schulzeit von mindestens 8 Jahren gelehrt wird. Fast alle Fidschianer sind evangelische Christen und der indische Bevölkerungsanteil gehört der drittgrößten Weltreligion, dem Hinduismus an.  An dieser Stelle erstmal ein Danke an Wikipedia! Kommen wir nun zu unserer Reise:

Linda und ich hatten den Flug gerade mal 3 Tage im Voraus gebucht und außer die erste Übernachtung in Nadi im „Wailoaloa (nicht am-) Beach Resort“ war noch Nichts geplant. Am ersten Tag ging es also in die Stadt und wir wurden direkt mit der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Fidschis überhäuft. Kaum aus dem Bus gestiegen kam auch schon ein Local zu uns und auf die Frage, wo wir denn ein Travelagent finden, brachte er uns in einen kleinen Ramschladen in dem einige Frauen saßen, wovon eine unsere Reiseplanerin werden sollte. Nachdem sie uns ein Angebot gemacht hatte, wollten wir das entsprechende Geld besorgen und ich musste leider feststellen, dass die Bankautomaten an diesem Tag nicht so auf meiner Seite waren. Naja fassen wir es kurz, Pin mehrfach verwechselt, Karten zu oft ausprobiert, Tageslimit erreicht und erfolgreich 3 Karten gesperrt. Sch****. Nach einer Stunde rumtelefonieren über Skype hatte sich das Gott sei Dank wieder regeln lassen.                                     An dieser Stelle ein Tipp an alle Reisende: Wenn man Guthaben auf seinen Skypeaccount geladen hat, kostet der Anruf, egal in welches Land nur wenige Cents und ein Internetcafe findet man eigentlich immer (z.B. von Neuseeland ins deutsche Festnetz 3 Cent/Minute).                                                                                                     Auf dem Rückweg zum „Reisebüro“ wurde uns von der Konkurrenz ein besseres Angebot gemacht. Nach langem Hickhack, Travel-Agent-Hopping und „bei dem Anderen hat die Unterkunft aber weniger gekostet“ – Argumenten haben wir den Discount vom Discount vom Discount herausschlagen können und den bestmöglichen Preis bekommen. Wir haben insgesamt für 12 Tage, 4 verschiedene Inseln, alle Unterkünfte (hauptsächlich dorms/Schlafsäle), Mahlzeiten, Transfers inklusive gerade mal 1.150 Fidschi-Dollar ≙ 500 € gezahlt. Ein unschlagbarer Preis! (Laut dem World Wide Web empfiehlt es sich eh, für Fiji alles erst vor Ort zu buchen, was ich aus Gesprächen mit anderen Reisenden auch nur bestätigen kann.)

Gemeinsam ging es also am folgenden Tag nach Mana Island, wo wir herzlichst mit Musik und Gesang am Strand empfangen wurden. Eine wunderschöne Tradition die uns auf jeder Insel zuteil wurde.

Und endlich stehen wir am weißen Sandstrand. Palmen wedeln in der Sonne. Das Wasser ist glasklar. Man fühlt sich wie in einer Postkarte. Die Schuhe werden bis zum Abflug nicht mehr gebraucht und die Uhren werden auf Fiji time gestellt. Hektik ist hier ein Fremdwort und man lässt sich anstecken von der tiefen Gelassenheit der Fidschianer. Aus um 3 wird um 4, das Boot kommt für gewöhnlich mindestens eine halbe Stunde später und wenn das mit dem Villagetrip heute nicht klappt, ist das auch nicht so schlimm, denn es sind ja alle on Fiji time. Für den Deutschen etwas gewöhnungsbedürftig, aber da man sich auf kleinen Insel befindet und auf die Bootsfahrer angewiesen ist, bleibt einem eh Nichts anderes übrig als sich zu entspannen. Wlan und Telefonempfang ist hier auch eher eine Rarität und somit ist ein Urlaub auf Fidschi das beste Mittel zum Entschleunigen.

Auf jeder Insel verbringen wir ungefähr 3 Nächte, was gerade so genug ist, um alle activities, die von den jeweiligen Ressorts angeboten werden (meistens kostenfrei oder sehr kostengünsig) mitzunehmen, schnorcheln zu gehen und noch genügend Zeit zu haben, um zu entspannen. Drei mal am Tag gibt es Essen, was leider Gottes nicht immer so deliziös ist. Die Fidschis kombinieren gerne Kohlenhydrate mit Kohlenhydraten und so gibt es gefühlt täglich Fleisch mit Reis UND Kartoffel oder Casava (die Fidschi-Kartoffel). Zum Frühstück darf man sich mit trockenen Pancakes, süßem Brot und Früchten beglücken und zum Abendbrot gibt es Currys oder traditionelle Gerichte. Naja Food-Heaven ist was anderes, aber hinsichtlich dessen, dass die meisten Lebensmittel erst von der Hauptinsel zu den kleineren Inseln gebracht werden müssen, wollen wir mal nicht so sein. Apropos von einer Insel zur Anderen kommen. Kleine, einfache Fischerboote bringen dich und dein Gepäck zu der Fähre, die alle bewohnbaren Inseln miteinander verbindet und das Einzige ist, was angeblich nicht on Fiji time ist. Dort trifft man dann auch meistens Leute wieder, die man schon auf anderen Inseln kennengelernt hat, da alle ungefähr die gleiche Route durch die s.g. Yasava Islands abklappern. Wir haben z.B. ein paar Schweden fünf mal innerhalb der 12 Tage getroffen und uns so gut verstanden, dass wir uns anschließend auch in Auckland nochmal gesehen haben.
Den Rest gibt es in Bildern mit entsprechenden Erklärungen dazu.

 

 

 

4 Gedanken zu “We are on fiji time!

  1. Ginii, danke für deinen herrlichen Reisebericht – deine Berichte sind immer so spannend!!! Viel Glück und viele schöne Begegnungen auf Eurer Reise! Wir sind noch von der Brenta ganz benebelt und versuchen jetzt erstmal wieder Alltag –

    Umärmeln dich ganz sehr – liebe Grüße an Linda!

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